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Elektro Florian Altbauer

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Neues aus der E-Mobilität

Warnung vor mobilen Ladekabeln an Haushaltssteckdosen

Die im Handeln angebotenen mobilen Wallboxen mit einer Nenn-Leistung von 3,6 kW seien laut der Fachzeitschrift „de – das Elektrohandwerk“ nicht für einen dauerhaften Betrieb an herkömmlichen Steckdosen geeignet.

Zum einen gestaltet sich die Überprüfung der normativen Anforderung einer „Schuko-Steckdose“ (Schutzkontakt-Steckdose) als schwierig, da diese aufgrund der fehlenden einheitlichen Festlegung in der EU keine CE-Zeichen führen. Handelt es sich um einen unbekannten Hersteller ist es selbst für einen Fachmann nicht möglich festzustellen, ob die Steckdose tauglich ist. In der Praxis wurden auch schon mehrfach durch Waschmaschinen, Trockner oder andere Wärmgeräte angebrannte Steckdosen aufgefunden.

Abgesehen von der Problematik der Dauerbelastung ist auch das Gewicht der oft frei in der Luft hängenden Boxen ein Manko. Die Kontakte der Steckdosen werden zusätzlich belastet, so dass eine Widerstandserhöhung und somit höhere Temperaturen auftreten können. Für die Überlastung der Steckdose und eventuellen Brandschaden ist dann der Anlagenbetreiber verantwortlich und wird nicht durch Versicherungen abgedeckt.

Somit sind sich Fachleute und Fachverbände einig, dass die mobilen Ladekabel Mode 2 nur eine Übergangslösung oder Notlösung sein sollten. Das dauerhafte Laden von Elektroautos mit einer so geringen Ladeleistung sei aber nicht die Zukunft der E-Mobilität. Eventuell kann es ausreichen, auf dreipolige CEE-Steckdosen und entsprechende Ladekabel auszuweichen. Vielmehr sollten jedoch Ladeleistungen von 11kW in Form von Wallboxen oder Ladesäulen der Standard sein.

Im Zweifelsfall sollten E-Auto-Besitzer die Ladeinfrastruktur durch eine Elektrofachkraft auf Tauglichkeit prüfen lassen und abklären, welche Ladebetriebsart verwendet werden sollte.

Quelle: Bonhagen, Sven: Mobile Wallbox an Haushaltssteckdose?, in: de - das elektrohandwerk, Heft 19.2020, S. 20-22.